Bergheim bleibt besser - auch beim Strukturwandel...

Bergheim steht am Scheideweg. Industrien, die seit Jahrzehnten das Wirtschaftsleben bestimmen und einen bedeutenden Anteil am Arbeitsmarkt haben, schrumpfen oder verschwinden ganz.

 

Die Braunkohle - lange wichtigster Wirtschaftsfaktor - verliert zunehmend an Bedeutung. Wir müssen das als Chance begreifen! Mit Energie und Kreativität können wir neue Wege beschreiten um Bergheim zukunftsfest zu machen. Arbeitsplätze müssen erhalten bleiben. Energie muss mehr und mehr erneuerbar produziert werden. Die ersten Schritte dazu sind bereits erfolgreich getan:

Bergheim bleibt Energiestadt!

Unter meiner Führung arbeiten die Stadtwerke Bergheim schon seit Jahren aktiv an der Energiewende mit. Unser Motto: 

„Energie aus Bergheim für Bergheim“

Seit 2012 haben die Stadtwerke auf sechs Dächern städtischer Gebäude Photovoltaikanlagen errichtet, die den durch Sonnenkraft gewonnenen Strom ins Netz einspeisen. Zudem wurde im Februar 2014 der Solarpark in Zieverich in Betrieb genommen, der die Größe von ca. drei Fußballfeldern hat. Diese Anlagen verfügen zusammen über das Potential im Jahr mehr als 1.700.000 KWh Strom zu produzieren. Das ist der Jahresverbrauch von mehr als 400 Haushalten! Zusätzlich zu der realisierten, nachhaltigen Stromversorgung von Schulen, können mit dieser Maßnahme auch jährlich gut 1300t CO2 eingespart werden.

Seit November 2014 betreiben die Stadtwerke eine neue Heizzentrale und versorgen über ein Nahwärme-Netz 3 Schulen, 3 Turnhallen und das Verwaltungsgebäude des Rhein-Erft-Kreises.

Mit diesem bundesweit erstmaligen Pilotprojekt wird Wärme aus Tagebau-Grundwasser generiert. Dadurch werden mehr als 25% Energie eingespart und der CO2-Ausstoß um 740t pro Jahr reduziert!

Die genannten Energieprojekte sind ein wertvoller Anfang. Weitere Projekte für Sie sind schon in Arbeit.

Neben den Stadtwerken ist aber auch die innogy im Bereich der Erneuerbaren Energien hier in Bergheim tätig: Das Unternehmen betreibt seit 2016 in Bergheim-Paffendorf eine moderne Biogasanlage. Mit einer Feuerungswärmeleistung von über sieben Megawatt werden täglich rund 15.000 Kubikmeter Biomethan in das öffentliche Netz eingespeist. Über diesen Weg kann das Biomethan auch an dezentralen Kraft-Wärme-Kopplungs-Standorten genutzt werden- zum Beispiel durch Blockheizkraftwerke in Ein- und Mehrfamilienhäusern. 

Als Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim werde ich mich darum kümmern, dass sich weitere Unternehmen aus dem zukunftsträchtigen Bereich der Erneuerbaren und anderen innovativen Techniken in unserer Stadt ansiedeln bzw. neu gründen. Die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen wie Bedburg und Elsdorf, aber auch unseren anderen Rhein-Erftkreis-Nachbarn und angrenzenden Städten, wird in diesem Zusammenhang ein entscheidender Schritt auf dem Weg in eine wirtschaftlich sichere Zukunft sein. Ein Beispiel hierfür ist das Gewerbegebiet „terra nova“, das speziell für solche Projekte vorgesehen ist. 

Bergheim in Zukunft 

Das Ende der Braunkohle als Energieträger wird mittel- bis langfristig kommen.

Dann wird in Niederaußem das riesige Kraftwerksgelände übrigbleiben. Eine Fläche, auf dem Dutzende neue Betriebe Platz finden können. Bergheim wird ein attraktiver Standort für Unternehmen mit innovativen Techniken zur Energiegewinnung sein. Es werden effektive Speichermöglichkeiten entwickelt für Strom aus Wind und Sonne an Tagen, an denen mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Pumpwasserspeicher, elektrochemische Speicherung und, und, und…

Erfolgversprechend scheint besonders die sogenannte „Power to Gas“- Technologie, bei der überschüssiger Strom genutzt wird um Gas herzustellen, zum Beispiel Wasserstoff aus Wasser abzuspalten. Warum soll dies- technisch ausgereift - dann nicht in Niederaußem geschehen und warum sollen nicht Autos, die statt hunderte Kilos schwere Batterien spazieren zu fahren, mit Brennstoffzellen ausgerüstet werden, die mit wenigen Kilos Wasserstoff große Strecken fahren können- Wasserstoff aus Bergheim…

Die meisten Bergheimer haben ihre Stadt so wachsen sehen, wie sie jetzt ist. Sie haben – jeder einzelne - ihren Teil dazu beigetragen, dass Bergheim eine starke Stadt mit genau den starken Zukunftsaussichten geworden ist, die sie jetzt ist. Wir alle zusammen müssen den Weg in die Zukunft gehen. Packen wir es an!

Das große Ganze habe ich im Blick. Aber auch wir alle können etwas tun, um unseren Beitrag zur Umwelt und für den eigenen Geldbeutel zu leisten. Es sind nur kleine Veränderungen im Haushalt.   

Hier einige sehr einfach umzusetzende Tipps:

  1. Sparduschkopf

Mit einem guten Modell können Sie bis zu 660 Kilogramm CO2 und 300 Euro im Jahr einsparen, teilt das Bundesumweltministerium mit.

  1. Wasserkocher statt Herdplatte, Backen ohne Vorheizen und Töpfe mit Glasdeckel

 Allein diese drei einfachen Tricks können pro Haushalt über 200 Kilogramm CO2 und mehr als 90 Euro im Jahr einsparen, sagen Umweltorganisationen.

3. Stand-by-Modus: Öfter mal abschalten

Elektrogeräte im Stand-by-Betrieb verbrauchen weit mehr Energie, als vielen bewusst ist. Bis zu 100 Euro können Sie beim Verzicht auf den Stand-by-Modus sparen!

Wenn Sie nur diese wenigen Tipps umsetzen, können Sie pro Jahr bis zu 490,-€ sparen.  

Mehr Tipps, wie Sie bares Geld beim Energieverbrauch sparen können, finden Sie hier.

Ein Strommessgerät können Sie hier kostenlos bei der Verbraucherzentrale Bergheim oder bei innogy ausleihen. 

Bergheim bleibt besser!
Euer Volker 

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