Ich will, dass Sie sicher leben!

 

Neulich war ich bei der Kreispolizeibehörde. Was haben wir für Möglichkeiten, damit die Bergheimerinnen und Bergheimer sich sicherer fühlen? Was können wir tun, BEVOR etwas passiert? Was wird bereits getan und wo können wir etwas verbessern? Sicherheit an Leib und Leben ist eines der höchsten Güter und muss für eine Stadt oberste Priorität haben. Angsträume müssen verschwinden, eine verstärkte Präsenz von Polizei und Ordnungsamt muss Sicherheit vermitteln. Die Delikte in Bergheim hatten 2015 eine Aufklärungsrate von 30 Prozent. Und weil die Bergheimer sehr stark in der baulichen Sicherung ihres Eigenheims sind, bleibt es oft bei dem Einbruchsversuch und der Einbrecher steigt in das nächste Haus ein. Dadurch kommen mindestens zwei Delikte in die Statistik. Wir sind also schon gut. Aber wir können noch besser!

 

1.     Deswegen habe ich eine Kooperation mit der städtischen Bauaufsichtsbehörde und der Kriminalpräventionsstelle ins Auge gefasst. Die Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde werden von Spezialisten geschult, damit sie die Bauherren gleich im Rahmen der Bauberatung auf wichtige bauliche Details hinweisen können. So können die Häuser von Beginn der Planung sicher gestaltet werden und Einbrecher können sich die Zähne an Fenster und Türen ausbeißen.

2.     „Sicher ist sicherer!“

Informierte Bürger sind der beste Schutz gegen Einbrecher! Deswegen wird die Kriminalpräventionsstelle demnächst regelmäßig mit ihrem Anhänger zum Aufklärungsschutz vor Einbrüchen z.B. an Markttagen an prominenter Stelle in der Fußgängerzone stehen. Dort erklären Spezialisten der Kriminalpolizei wie die Bergheimer ihre Häuser nachrüsten können oder was sie beim Neubau beachten müssen. Das Angebot ist kostenfrei.

3.     Wer den Hänger und die Beratung verpasst oder nicht zum Markttag kommen kann, darf sich gerne direkt in die Beratungsstelle der Kreispolizei informieren. Die Beratung ist umfangreich. Jeder kann vor Ort ausprobieren und am eigenen Leib erspüren wie leicht so ein Fenster zu knacken ist. Das dauert nur Sekunden, wenn es nicht richtig gesichert ist!

4.     Videoüberwachung ist ein diffiziles Thema. Ich bin überzeugt, dass Videoüberwachung die Kriminalität an ausgewählten Orten reduzieren kann. Dabei muss aber einzeln geprüft werden, ob die Videoüberwachung zur Abschreckung oder zur Aufklärung von Straftaten sinnvoll eingesetzt werden kann.

5.     „Kurve kriegen“ – Kinder und Jugendliche vor dem Abdriften in die Kriminalität schützen!

„Kurve kriegen“ ist eine großartige Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verhinderung von Jugendkriminalität, die genau da ansetzt, wo es etwas bringt.

Früh ansetzen, Intensivtäter verhindern, auf den richtigen Weg führen. Das Angebot ist kostenfrei.

Wer kann aufgenommen werden? Kinder von 8 bis 13 Jahre, die eine Gewalttat oder drei Delikte, die oberhalb eines Ladendiebstahls sind, begangen haben. Das Kind bleibt 2 bis 3 Jahre in dem Programm und wird von speziell ausgebildeten Pädagogen betreut.

Dieses Programm zahlt sich 8fach aus. Also 1 € ist 8 € wert. Es fallen z.B. weniger Kosten für Unterbringung in Heimen an und die Sachbeschädigung reduziert sich. Aber die Hauptsache ist, dass die Kinder durch professionelle Betreuung auf den richtigen Weg geführt werden! Von 116 Kindern haben 112 das Programm erfolgreich abgeschlossen. Im Moment sind 4 Kinder aus Bergheim in diesem Programm. Die Kriminalpolizei und ich wünschen uns, dass die Eltern und Lehrer sensibilisiert werden, damit Kinder frühzeitig die Chance bekommen in das Programm aufgenommen werden zu können.

Wie können Sie Kontakt aufnehmen?

www.kurvekriegen.nrw.de oder direkt an kurvekriegen.rhein.erft.kreis@polizei.nrw.de

 

Mein Besuch bei der Kreispolizeibehörde war aufschlussreich, informativ und wir sind auf einem sehr guten Weg Bergheim sicherer zu machen. In jeder Hinsicht.

 

Ihr Volker Mießeler

 

 

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